Arnold Schönberg
Timeline
Arnold (hebr. Avraham) Schönberg, geboren am 13. September 1874, als Sohn von Samuel und Pauline Schönberg (geb. Nachod) in Wien.
Seine Schwester Adele (geb. 1872) stirbt an Hirnhautentzündung.
Geburt der Schwester Ottilie.
Geburt des Bruders Heinrich.
Violinunterricht.
Erste Kompositionsversuche.
K. k. Staats-Oberrealschule im II. Bezirk in Wien.
Samuel Schönberg stirbt im Alter von 51 Jahren.
Angestellter der Privatbank Werner & Co.
Klavierstücke
Streichquartett C-Dur
Begegnung mit dem Komponisten Alexander Zemlinsky.
Mitwirkung am musikalischen Verein »Polyhymnia«.
Quittiert seine Arbeit bei der Bank und widmet sich ausschließlich der Musik.
Beginn einer mehrjährigen Tätigkeit als Leiter von Arbeiterchören.
Zwei Gesänge für eine Baritonstimme und Klavier op. 1
»Frühlings Tod« für großes Orchester (Fragment)
Übertritt zum Protestantismus (Taufname: Franz Walter).
Kontakte zur Literatengruppe »Jung-Wien«. Beginn der Freundschaft mit dem Architekten Adolf Loos.
Operetten-Instrumentationen, Klavierauszüge
Förderung durch den Wiener Kulturmäzen Carl Redlich.
Heirat mit Mathilde Zemlinsky. Übersiedlung nach Berlin.
Engagement als Kapellmeister an Ernst von Wolzogens Varietébühne Buntes Theater (Überbrettl) in Berlin.
Geburt der Tochter Gertrude.
Begegnung mit Richard Strauss.
Lehrtätigkeit am Stern’schen Konservatorium.
Uraufführung von »Verklärte Nacht« in Wien.
Liszt-Stipendium. Rückkehr nach Wien.
Lehrtätigkeit an der Schwarzwaldschule.
Begegnung mit Gustav Mahler.
Anton Webern und Alban Berg werden seine Schüler.
Gründungsmitglied der »Vereinigung schaffender Tonkünstler«, einer Interessensvertretung zur Pflege der Musik der Gegenwart; Mahler wird Ehrenpräsident.
Stipendium der Schwestern-Fröhlich-Stiftung.
I. Streichquartett d-Moll op. 7
Dirigiert die Uraufführung von »Pelleas und Melisande« in Wien.
Kammersymphonie für 15 Solo-Instrumente op. 9
Geburt des Sohnes Georg.
Gründet zusammen mit seinem Bruder Heinrich einen Chormusikverein.
Gibt privat Unterricht in Komposition, Kontrapunkt und Harmonielehre.
»Friede auf Erden« op. 13, für gemischten Chor a cappella
Uraufführung des I. Streichquartetts und der Kammersymphonie in Wien.
Skandal um die Uraufführung des II. Streichquartetts in Wien.
Affäre Mathilde Schönbergs mit dem Maler Richard Gerstl; Selbstmord Gerstls.
Entwicklung einer Notenschreibmaschine bis zur Patentreife.
Bekanntschaft mit dem Maler Max Oppenheimer.
Intensive Auseinandersetzung mit der Malerei.
Erste Ausstellung der Gemälde und Zeichnungen in der Galerie Heller, Wien.
Vorträge an der k. k. Akademie für Musik.
Sechs kleine Klavierstücke op. 19
Harmonielehre, Lehrbuch
Tod Gustav Mahlers.
Beginn des Briefwechsels mit dem Maler Wassily Kandinsky.
Übersiedlung nach Berlin und Vortragstätigkeit am Stern’schen Konservatorium.
Vier Gemälde werden in der Ausstellung »Der Blaue Reiter« an der Galerie Thannhauser in München gezeigt.
»Pierrot lunaire« op. 21, Melodramenzyklus für Sprechstimme und Ensemble
Vortrag über Gustav Mahler in Prag, Berlin, Wien und Stettin (1913).
Vorträge über Ästhetik und Kompositionslehre am Stern’schen Konservatorium Berlin.
Dirigiert »Pelleas und Melisande« in Prag, Amsterdam, Den Haag und St. Petersburg.
Tournee mit »Pierrot lunaire«.
Großer Erfolg mit der von Franz Schreker geleiteten Uraufführung der »Gurre-Lieder« in Wien.
Skandal während eines Konzertes mit Werken von Webern, Berg, Schönberg und Zemlinsky in Wien.
Stipendium der Gustav-Mahler-Stiftung.
Dirigiert die »Gurre-Lieder« in Leipzig.
Uraufführung der Fünf Orchesterstücke in London.
Rückkehr nach Wien. Einberufung zum Militärdienst.
Enthebung vom Militärdienst.
Lehrtätigkeit an der Schwarzwaldschule.
Übersiedlung nach Mödling bei Wien.
Gründung des »Vereins für musikalische Privataufführungen«.
Hanns Eisler und Rudolf Kolisch werden seine Schüler.
Aufenthalt in Zandvoort/Holland; private Unterrichtstätigkeit.
Besuch des ersten Mahler-Festivals in Amsterdam.
Dirigiert die »Gurre-Lieder« an der Wiener Staatsoper.
Antisemitische Anfeindungen, Vertreibung aus dem Sommerfrischeort Mattsee bei Salzburg. (Online-Ausstellung: »100 Jahre Mattsee-Ereignis«)
Entwickelt die »Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« (Online-Ausstellung: »Komposition mit zwölf Tönen«).
Suite für Klavier op. 25, begonnen im Juli 1921 in Traunkirchen; Schönbergs erstes Werk, in dem die »Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen« Anwendung findet.
Tod der Mutter Pauline.
»Der musikalische Gedanke« (Fragment)
Bruch mit Wassily Kandinsky wegen antisemitischer Aussagen.
Tod von Mathilde Schönberg.
Dirigiert die Uraufführung der Serenade in Donaueschingen.
Heirat mit Gertrud Bertha Kolisch, Schwester seines Schülers Rudolf Kolisch.
Uraufführungen von »Erwartung« (Prag) und »Die glückliche Hand« (Wien).
Festschrift zum 50. Geburtstag mit Beiträgen von Freunden und künstlerischen Weggefährten.
Berufung als Vorsteher einer Meisterklasse für Musik an die Berliner Akademie der Künste in Nachfolge von Ferruccio Busoni.
Übersiedlung nach Berlin. Mitgliedschaft im Senat der Akademie der Künste.
»Der biblische Weg«, zionistisches Sprechdrama mit Bühnenentwürfen
Variationen für Orchester op. 31
»Von heute auf morgen« op. 32, nach einem Libretto von Max Blonda (Pseudonym für Gertrud Schönberg)
J. S. Bach: Präludium und Fuge Es-Dur, bearbeitet für Orchester
Aufenthalte in Frankreich.
Uraufführung der Suite op. 29 beim Schönberg-Festival in Paris.
Dirigiert die »Gurre-Lieder« in London.
Konzertiert in der Schweiz.
Uraufführung der Variationen für Orchester durch Wilhelm Furtwängler und das Berliner Philharmonische Orchester in Berlin.
Aufenthalte in Monaco und Holland.
Uraufführung der Oper »Von heute auf morgen« in Frankfurt am Main.
Uraufführung der »Begleitungsmusik zu einer Lichtspielscene« op. 34 unter Otto Klemperer in Berlin.
Aufenthalte in Baden-Baden und in der Schweiz.
Aufenthalt in Barcelona.
Rundfunkdiskussion und -vortrag in Berlin und Frankfurt.
Geburt der Tochter Nuria Dorothea in Barcelona.
Rückkehr nach Berlin.
Verlässt Berlin, wird von den Nationalsozialisten aus der Akademie der Künste ausgeschlossen.
Rückkehr zur jüdischen Glaubensgemeinschaft in Paris (Zeuge: Marc Chagall).
Überfahrt in die Vereinigten Staaten mit Frau und Tochter. Ankunft in New York.
Lehrt am Malkin-Konservatorium in Boston und in New York.
Vorträge an der University of Chicago.
Übersiedlung nach Los Angeles.
Vorträge über die Lage der Juden.
Vorlesungen an der University of Southern California; private Unterrichtstätigkeit.
John Cage wird sein Schüler.
Konzert für Violine und Orchester op. 36
Professur an der University of California in Los Angeles.
Erwerb eines Hauses in Brentwood Park, West Los Angeles.
Freundschaft mit George Gershwin.
»Grundlagen der musikalischen Komposition«, Lehrbuch
Brahms: Klavierquartett g-Moll op. 25, bearbeitet für Orchester
Geburt des Sohnes Rudolf Ronald.
Uraufführung von »Kol Nidre« op. 39, für Sprecher, gemischten Chor und Orchester, unter Schönbergs Leitung in Los Angeles.
»Formbildende Tendenzen der Harmonie«, Lehrbuch
Schallplattenaufnahme von »Pierrot lunaire« unter Schönbergs Leitung in New York.
Uraufführung des Violinkonzerts unter Leopold Stokowski in Philadelphia (Widmungsträger und Solist: Louis Krasner).
Geburt des Sohnes Lawrence Adam.
Arnold, Gertrud und Nuria werden US-amerikanische Staatsbürger.
Tod des Bruders Heinrich in Salzburg an den Folgen einer Verletzung in Gestapohaft.
»Ode to Napoleon Buonaparte« op. 41, für Sprecher, Klavier und Streichquartett
Konzert für Klavier und Orchester op. 42
»Modelle für Anfänger im Kompositionsunterricht«, Lehrbuch
Pensionierung von der University of California at Los Angeles; private Unterrichtstätigkeit.
Das Ansuchen um ein Stipendium der Guggenheim-Stiftung zur Fertigstellung von »Moses und Aron«, der »Jakobsleiter« und von Lehrbüchern wird aus Altersgründen abgelehnt.
Herzattacke.
Vorträge an der University of Chicago.
»Ein Überlebender aus Warschau« op. 46, für Sprecher, Männerchor und Orchester
Wahl zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters.
Tod der Tochter Gertrude in New York.
Uraufführung von »Ein Überlebender aus Warschau« in Albuquerque, New Mexico.
Sommerkurse an der Music Academy of the West in Santa Barbara, Kalifornien.
Phantasie für Violine mit Klavierbegleitung op. 47
»Dreimal tausend Jahre« op. 50A, für gemischten Chor a cappella
Schönberg wird anlässlich seines 75. Geburtstages vom Wiener Stadtsenat in Abwesenheit zum »Bürger der Stadt Wien« ernannt; ist aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes nicht imstande, Einladungen nach Europa wahrzunehmen.
»Psalm 130« (»De Profundis«) op. 50B, für gemischten Chor a cappella
Moderner Psalm. op. 50C
»Style and Idea«, Essays und Vorträge
»Der Tanz um das goldene Kalb« aus »Moses und Aron« wird in Darmstadt uraufgeführt.
Ernennung zum Ehrenpräsidenten der Israelitischen Musikakademie in Jerusalem.
Arnold Schönberg stirbt am 13. Juli in Los Angeles.

