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Undatierte Frühwerke (nach 1882)

Romance Ré mineur pour deux violons et alto 
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Alliance-Walzer für zwei Violinen 
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Sonnenschein-Polka für zwei Violinen 
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Lied ohne Worte [I.] 
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Lied ohne Worte [II.] (Idylles Lied) 
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Lied ohne Worte [III.] 
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ENTSTEHUNGSZEIT: nach 1882, wahrscheinlich aber später

ERSTDRUCK: Arnold Schönberg, Sämtliche Werke, Abteilung VI, Reihe B, Bd. 22, hrsg. v. Dorothee Schubel, Mainz-Wien 2000, S. 284-314.

Arnold Schönbergs musikalische Entwicklung begann unspektakulär. Für die Eltern galt Musik vor allem als geschätzte Freizeitbeschäftigung. Vater Samuel war begeisterter Chorsänger, Mutter Pauline stammte aus einer alteingesessenen Prager Kantorenfamilie. Im Alter von etwa acht Jahren erhielt Arnold zusammen mit seiner Schwester Ottilie ersten Geigenunterricht. Schon damals stellten sich die Weichen für seine Laufbahn als Komponist: »Als Kind von weniger als neun Jahren hatte ich begonnen, kleine und später größere Stücke für zwei Geigen zu schreiben, indem ich die Musik imitierte, die ich mit meinem Lehrer und einem Cousin spielte. Als ich die Duette von Viotti, Pleyel und anderen spielen konnte, imitierte ich deren Stil. So lernte ich zu komponieren in dem Maße, in dem ich Violine spielen lernte.« (»Bemerkungen zu den vier Streichquartetten«, 1949)
Zu Schönbergs ersten musikalischen Erfahrungen gehörten Unterrichtswerke, kleine Hausmusikstückchen und Potpourris beliebter Melodien. Sein Vorstellungsvermögen vergrößerte sich mit der praktischen Erfahrung, ablesbar an der instrumentalen Besetzung seiner Werke, die sich erweiterte, sobald er zusammen mit Schulfreunden Gelegenheit zum gemeinsamen Musizieren fand. Durch Hans Nachod (1883 – 1966), Cousin Arnold Schönbergs und zugleich erster Interpret des Waldemar aus den »Gurre-Liedern«, haben sich einige frühe Stücke des Komponisten, darunter mehrere Violinduette, erhalten. Ob es sich dabei tatsächlich um Derivate jener ersten Kompositionen handelt, um Musik für den Freundeskreis oder gar eine kommerzielle Arbeit, bleibt ungewiß. Werke wie der »Alliance«-Walzer oder die »Sonnenschein«-Polka lassen jedenfalls keinen Zweifel daran, daß diese Musik als leichte Unterhaltung gedacht war.

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