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Pierrot lunaire = 100
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Pierrot lunaire = 100

Mit Ausstellungen in Wien, Berlin und Banff sowie einem Jubiläumskonzert am Konzerthaus in Wien feiert das Arnold Schönberg Center den 100. Geburtstag von Schönbergs legendärem Melodramenzyklus »Pierrot lunaire«.

Die Ausstellung am Arnold Schönberg Center in Wien wird etwa zeitgleich – mit faksimilierten Duplikaten der in Wien ausgestellten Originale – in der Berliner Philharmonie sowie am Banff Centre in Kanada gezeigt.

Arnold Schönberg siedelte seinen berühmten Melodramenzyklus »Pierrot lunaire« 1912 in der extremen Gefahrenzone nachromantischen Komponierens an. Pierrot »mit wächsernem Antlitz«, eine bizarre und nervöse Gestalt, verlockt in eine Gegenwelt auswegloser Passionen und nächtlicher Phantasmen.

Ein Kosmos klanglicher Schattierungen im farbigen Zwischenreich von Singen und Sprechen. Uneingeschränkte Tonfreiheit!

Erstmals in einer Ausstellung vereint werden Originalmanuskripte des epochalen Werks, das sich dem Besucher 100 Jahre nach seiner Schöpfung in multimedialer Vermittlung neu erschließt.

Die vom Schönberg Center exklusiv präsentierte Filmdokumentation »Solarplexus der Moderne« verleiht Einblicke in eine hochkarätige, exemplarische Aufführung der Salzburger Festspiele 2011.

Barbara Sukowa und Uri Caine bei »100 Jahre Pierrot lunaire«
Am Mittwoch, 17. Oktober 2012, 100 Jahre und 1 Tag nach der ersten öffentlichen Aufführung des »Pierrot lunaire« in Berlin bringen Mitglieder der Berliner Philharmoniker und die legendäre Barbara Sukowa den »Pierrot« auf die Bühne des Wiener Konzerthauses. Instrumentalspiel in höchster Vollendung verbindet sich mit der Präsenz einer Schauspielerin und Sängerin, deren Interpretation klassischer Werke das Publikum vielfach zu Beifallsstürmen hinreißt.

Leidenschaft für Schönbergs Musik bezeugt auch der zweite Teil des Konzerts: Der weltweit durch seine Mahler- und Wagnerdeutungen bekannte Jazzmusiker Uri Caine verwendet den »Pierrot lunaire« hier als Sprungbrett für einen neuen Zyklus: Für die Uraufführung seiner »Moonsongs« hat er ein Ensemble aus Top-Musiker der internationalen Jazz- und Worldmusic-Szene (Joyce Hammann/Violine, Chris Speed/Klarinette, Nguyên Lê/Gitarre, Jim Black/Schlagzeug) vereint und präsentiert ein Crossover von Punk Rock, Klassik-Avantgarde sowie Free Jazz.

www.schoenberg.at
www.konzerthaus.at

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