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Thursday, Sep 18th

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Concerto for Piano and Orchestra op. 42

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Andante
        

Molto Allegro
        

Adagio

Giocoso (moderato)
       

AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 20 Min.

ENTSTEHUNGSZEIT: vor 27. Juni bis 30. Dezember 1942 (Schönberg notierte auf dem Autograph, die erste Skizze datiere vom 5. Juli; doch findet sich auf der Skizze A3 das Datum »June 27«, und es gibt noch mindestens eine frühere Skizze)

URAUFFÜHRUNG: 6. Februar 1944, New York, NBC Orchestra's Radio City Habitat (Eduard Steuermann, Klavier; NBC Orchestra; Dir. Leopold Stokowski)

ERSTDRUCK: G. Schirmer Inc. (Klavierauszug von Eduard Steuermann: 11. Juli 1944; Partitur: Originalfotodruck der nicht autographen Lichtpausreinschrift, frühestens 1946; Studienpartitur nach 1946)

WIDMUNG: »To Henry Clay Shriver«

NOTENMATERIAL:
Universal Edition PH 462 (Taschenpartitur)
G. Schirmer: GS 28336; ST 40728 (Fassung für zwei Klaviere)
Belmont Music Publishers (USA, Canada, Mexico): Bel 1012


Schönbergs Klavierkonzert op. 42, das ursprünglich von seinem ehemaligen Schüler Oscar Levant in Auftrag gegeben wurde, ist einsätzig, jedoch mit den traditionellen Formabschnitten der mehrsätzigen Sonatenform (und wie das zugrundeliegende Programm) in vier Teilen konzipiert. Die 39 Takte der Anfangsmelodie präsentieren alle Erscheinungsformen der Zwölftonreihe: erst die Originalgestalt, dann die Umkehrung des Krebses, schließlich Umkehrung und Krebs. (Beide Umkehrungen erscheinen in transponierter Form.) »Niemand erwartet vom Hörer dies wahrzunehmen. Die Einheit stiftende Wirkung des musikalischen Materials in einer Komposition ist ja öfter versteckt als offenkundig, ob bei Schönberg oder Beethoven.« (Alfred Brendel) Arnold Schönberg datierte die Komposition auf der autographen Partitur zwischen 5. Juli und 29. Dezember 1942, die früheste erhaltene Skizze ist jedoch mit 27. Juni 1942 bezeichnet. Das Blatt beinhaltet etwa vier Takte für Klavier solo, welche in melodischer und rhythmischer Kontur der endgültigen Fassung der ersten vier Takte des Werks entsprechen, jedoch in divergierender Reihengestalt. Die ersten Skizzenblätter überliefern drei verschiedene Fassungen des Hauptthemas, welche auf drei unterschiedlichen Reihen - bei gleicher rhythmischer Struktur - beruhen. Eine weitere Skizze zeigt die Endfassung der dem Werk zugrundeliegenden Reihe und beinhaltet die vier Teile des in der Forschung als autobiographisch gedeuteten Programms, welche jeweils durch ein musikalisches Beispiel eines der vier Formabschnitte illustriert werden. Die erste programmatische Aussage (»Life was so easy«) wird lediglich durch eine schematische Wiedergabe der Zwölftonreihe dargestellt, die zweite (»Suddenly hatred broke out«, am linken oberen Seitenrand), durch eine annähernde Wiedergabe des musikalischen Materials aus dem zweiten Konzertabschnitt, wenn auch in einer unterschiedlichen Transponierung. Der dritte Programmabschnitt (»A grave situation was created«) bringt drei Skizzen, welche sich auf den dritten Teil des Konzertes beziehen, hier in einer von der endgültigen Fassung stark abweichenden Version. Der vierte Titel (»But life goes on«) wird durch ein identisches Melodiezitat aus dem letzten Abschnitt des Konzerts illustriert, gefolgt von weiteren motivischen Skizzen des Finales.

© Arnold Schönberg Center

Diskographie