 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Schönberg spricht
Prinzessin |
|
 |
Player Download: Media-Player
/ Real-Player
/ Winamp
/ Quicktime
Aufnahmedatum: 194-?
Dauer: 3:14
Beschreibung: Fairy tale. In German.
Signatur: uncataloged/R
Publikationen: keine
Transkription:
Prinzessin
SCHOENBERG: am Nachmittag hat die Prinzessin wie gewöhnlich ihr tennis
game mit der Herzogin gespielt es ist, es war match ball für sie, five
to three and advantage für die Prinzessin. Da gibt die Herzogin plötzlich
einen cross cut Ball einen backhand corner of the Prinzessin ihr Feld,
und die Prinzessin lauft und hätte ihn auch beinahe erreicht, aber plötzlich
fällt sie nieder und schreit: "Oh, mein Knie!"
Erst hat sie eine Zeitlang nicht mehr aufstehen können, dann schliesslich
ist sie aufgestanden, die Herzogin hat ihr natürlich etwas geholfen und
hat sie in ihr Auto geführt und hat ihr geholfen nach Hause [zu] kommen.
...angekommen, ist sie schnell mit dem Aufzug in ihr Zimmer gefahren hat
sich helfen lassen und hat ihre Diener und Dienerinnen gerufen, die haben
ihr geholfen und haben ihr hinein getragen. Haben sie ins Bett gelegt,
hat stark gejammert, hat sie geläutet. Sie läutet und ah, wartet, drei
Minuten, vier Minuten, fünf Minuten, zehn Minuten, niemand kommt. Läutet
sie noch einmal, wartet wieder drei Minuten, vier Minuten, fünf Minuten,
zehn Minuten bekommt sie einen Zorn, und sagt, "Na, aber jetzt läute ich
zum letzten mal".
Wartet wieder drei Minuten, vier Minuten, fünf.... läutet wieder drei
Minuten, vier Minuten, fünf Minuten, zehn Minuten; jetzt läutet sie durch,
elf Minuten, zwölf Minuten, endlich kommt ihr Diener Wolf zur Tür und
sagt: "Hatten gnädige Frau Prinzessin 'geläutetet'?" "Ja, ja", sagt sie.
"Geläutet habe ich". "Ja, ja, 'geläutetet'". "Ich meine können Sie das,
sagen Sie, ich habe mich furchtbar hingehaut. Gehen Sie, Wolf und bringen
Sie mir schnell eine Wärmflasche, aber sehr, sehr rasch". "Ja, meine gnädige
Frau Prinzessin, sehr, sehr rasch".
Der Wolf geht hinunter und die Prinzessin wartet, sie wartet vier Minuten,
sie wartet fünf Minuten, sie wartet acht Minuten, sie wartet zehn Minuten,
der Wolf kommt ewig nicht zurück. Endlich fangt sie an zu läuten, läutet
zwei mal, läutet drei mal, läutet vier mal, läutet viel viel länger; der
Wolf kommt endlich nicht, kommt nicht. Endlich verliert sie die Geduld
und läutet jetzt ununterbrochen, schliesslich kommt der Wolf herauf. "Haben
gnädige Frau Prinzessin 'geläutetet'?" "Ja,ja... ja, ja geläutet habe
ich". "Ja, ja 'geläutetet'". "Ja was ist denn mit meiner Wärmflasche Wolf?"
"Oh, gnädige Frau Prinzessin, ich weiss nicht, soll ich die blaue Wärmflasche
bringen, oder die schwarze Wärmflasche, ich habe nicht gewusst welche
ich bringen soll". "Ach Gott! das ist ja ganz gleich, geh! Bringen Sie
eine, aber nur schnell". "Jawohl, gnädige Frau Prinzessin, schnell, sehr
schnell", und geht fort. Die Prinzessin wartet wieder, sie wartet wieder
fünf Minuten, zehn Minuten, zwölf Minuten, fünfzehn Minuten, endlich fängt
sie wieder an zu läuten, und läutet diesmal gleich Sturm ganze fünf Minuten
durch ohne aufzuhören. Der Wolf konmmt nicht. Endlich... endlich kommt
er doch herauf und fragt: "Haben gnädige Frau Prinzessin 'geläutetet'?"
"Ja, ja geläutet habe ich, so was ist denn eigentlich?" "Ja gnädige Frau
Prinzessin, die schwarze Wärmflasche habe ich nicht, die kann ich nicht
finden. Ich habe nur die Blaue, die ist aber braun, was soll ich tun?"
"Also bringen Sie mir doch die blaue Wärmflasche, das ist ja gleich aber
nur schnell". "Jawohl, gnädige Frau Prinzessin nur schnell, sehr, sehr
schnell". Schliesslich nach einer halben Stunde kommt der Wolf wirklich
herauf und bringt, bringt eine Wärmflasche. "Gnädige Frau Prinzessin,
es ist doch die braune Wärmflasche ich habe gesucht und aber die blaue...."
"Also gib mir endlich diese Wärmflasche und geh schnell hinunter dann,
und morgen früh musst Du sofort aufstehen und in eine Apotheke gehen und
mir etwas gegen meine blauen Flecke bringen".
Der Wolf kommt ganz bestürzt unten in der Küche an, zu den andern zwei
Dienerinnen, und seine erste Frage ist zu der Köchin, die den Namen Muh
hat, die man aber Kuh nennt, weil sie so ähnlich ausschaut. Seine erste
frage ist: "Was ist das eine 'Aplotheke'?" "Ah, was weiss den ich?" sagt
die Kuh. Aber die zweite Dienerin die heisst in Wirklichkeit Florenz -
aber der Name ist viel zu lang, deswegen wird sie im Haus immer "Floh"
gerufen - und wenn die Prinzessin gut gelaunt ist, ruft sie sie "Flötscherl";
wenn sie aber schlecht gelaunt ist, ruft sie sie "du Flietscherl du".
Also, Floh gibt ihm gleich die richtige Antwort: "Was, Du weisst das nicht,
Wolf, dass eine Apotheke, es heisst nicht eine 'Aplotheke', es ist Apotheke.
Eine Apotheke das ist dasselbe wie eine pharmacy, oder wie ein drugstore".
"Drugstore? ah so. Ja, aber wo finde ich hier einen drugstore? Wir sind
doch hier auf dem Land". "Ja, glaubst denn, dass die drugstores im Wasser
sind?" sagt die Flo. "Weisst Du denn nicht, dass an jeder Strassenecke
zwei, eine oder zwei drugstores sind. Da kannst Du doch das gleich finden.
Aber wenn Du es noch immer nicht weisst, dann frage einen Deiner Freunde,
den Rotfuchs oder die Grossmutter". "Ja, ja das werde ich tun müssen.
Ich werde den Rotfuchs fragen, ich bin ihm ohnedies etwas schuldig, und
auch die Grossmutter, der bin ich auch etwas schuldig; die werden mir
schon sagen".
Am nächsten Morgen zeitlich in der Früh, macht sich der Wolf auf die Suche
nach einer 'Aplotheke'. Er trifft zum Glück den Rotfuchs gliech unterwegs
und sagt ihm: "Lieber Rotfuchs, ich schaffe Dir etwas zum fressen, oder
ich fresse mich selber auf, kannst du mir nicht sagen wo ist eine Aplothe...,
oh wie sagt der... ein drugstore?" "Aber das ist ja ganz einfach, siehst
Du nicht drunten wo die Häuser stehen, da ist ja... wirst doch eine Strasse
sehen, und da an dieser Strasse sind zwei Ecken, und dann da ist drugstore,
siehst Du?" "Ohhh, ja, ja, oh, ja, aber ich, meine Augen sind ein bisschen
schlecht, ich kann es ja nicht sehen aber ich werde hinunter gehen. Und
oh! und da seh ich... kommt da nicht die Grossmutter? Da werde ich die
Grossmutter fragen; sie geht vielleicht mit mir". Und der Wolf geht weiter,
und richtig ist es die Grossmutter und da kommt sie an. [Er] sagt: "Grossmutter,
ich schaffe Dir was zu fressen oder ich fresse mich selber auf. Kannst
Du mir nicht sagen, wo da eine Apotheke, oder, oder ein drugstore ist?
Der Fuchs sagt, da wo die Strassen sind, wo die Häuser sind, ich sehe
sie aber nicht". "Oh, Du bist dumm", sagt die Grossmutter "geh, eine halbe
Stunde musst Du gehen, und dann kommst Du gleich zu, du willst doch einen
drugstore, da kommst Du gleich zu einem drugstore, dann gehst Du hinein
und kaufst was du willst. Was willst Du denn kaufen?" "Oh, unsere gnädige
Frau Prinzessin ist gestern beim Tennis gefallen, und hat sich weh getan,
da hat sie blaue Flecke, jetzt muss ich ein schwarzes Fleckputzmittel
kaufen damit sie dieses wegkriegen kann, diese Flecke". "So, so", sagt
die Grossmutter "na geh nur weiter". Der Wolf geht eine halbe Stunde,
geht eine dreiviertel Stunde, er geht eine Stunde und noch immmer ist
kein drugstore da. Endlich nach fünfviertel Stunden hört er wie eine alte
Frau zu einer andern sagt: "Ja sehen sie denn nicht dort ist ein drugstore?"
Da geht er hin und sagt: "Bitte, können Sie mir nicht auch sagen wo dort
ein drugstore ist?" "Ja schauen Sie hin, sehen Sie nicht, es steht darauf
geschrieben?" Sagt er, "Ja, ich, ich ich kann nicht gut lesen mit meinen
Augen". "Na gehen Sie halt...", "Ich werde ja so hingehen, mal schauen
vielleicht finde ich es doch". Richtig also er kommt zum drugstore und
geht hinein. Wie er hinein kommt erschreckt alles. "Ein Wolf, ein Wolf
ist da, ein Wolf uh!" der erste, der erste Drogist hat am meisten Angst
und sagt: "Uuuuhhh was, was wollen Sie oooohhhh?" "Lieber Erster Drogist",
sagt der Wolf "unsere gnädige Frau Prinzessin hat gestern Tennis gespielt
und ist niedergefallen und hat sich blaue Flecke gemacht". "Ja, wo hat
die Prinzessin eigentlich diese blauen Flecke. Ich denke schon die ganze
Zeit noch hat sie die....
|